Mitglied in der Anthroposophischen Gesellschaft
In dieser Gesellschaft ist jeder als Mitglied willkommen, unabhängig von seiner Weltanschauung, seiner nationalen oder kulturellen Herkunft, seiner Religion. Nicht Bekenntnis ist gefragt, sonder Interesse. Jedes Mitglied kann sich mit anderen zu Gruppen zusammenschließen und die Fragen verfolgen, die für sein eigenes Erkennen und Leben Relevanz haben. Wie der lebendige Austausch über die Anthroposophie stattfindet, hängt allein von den Beteiligten ab – er findet in thematisch orientierten Arbeits- und Projektgruppen oder offenen Gesprächszusammenkünften statt, reicht von streng geisteswissenschaftlichen Studiengruppen über lockere Lesekreise bis zu engagierten Verbindungen unterschiedlichster Menschen aus allen Lebens-, Arbeits- und Forschungsgebieten.
„Für mich ist wichtig, dass wir uns am Goetheanum verstehen als eine Dienstleistung für eine kosmopolitische Gesellschaft. Es gibt immer auch eine Tendenz zu einer geschlossenen Gemeinschaft, das ist ganz natürlich; aber dem müssen wir entgegensteuern. Wir sind hier Gastgeber für einen Impuls, der eine weltweite Relevanz haben soll“
Cornelius Pietzner, ehemals Vorstandsmitglied der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, Goetheanum
Die Anthroposophische Gesellschaft ist in lokalen Gruppen, regionale Arbeitszusammenhänge und Ländergesellschaften gegliedert. Mitglieder und Gruppen sind heute in 78 Ländern auf allen Kontinenten tätig. In der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft verbinden sie sich zu einem weltweiten Netzwerk, das die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft fördert.
Durch die Mitgliedschaft verwirklichen sich Interesse und Mitgestaltung an einem weiten, vielfältig engagierten Zusammenhang. Der Mitgliedsbeitrag unterstützt die Weltgesellschaft und das Goetheanum, die örtliche Gruppe sowie die Landesgesellschaft. Wer Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft werden will, setzt sich mit örtlichen Gruppen in Verbindung, wendet sich direkt an die Landesgesellschaft oder an das Goetheanum.
„Solange es bloß Menschen gibt, welche mit genialer Gescheitheit – ich will diese den Anthroposophen nicht absprechen – die Anthroposophie einsehen, sich zu ihr bekennen als zu Gedanken, so lange lebt Anthroposophie noch nicht. In dem Momente, wo bei besonders wichtigen Erkenntnissen die Seelen vor Entzücken zerspringen möchten und freudig erregt werden von dieser oder jener Einsicht, dann erst, wenn solche Menschen sich als Anthroposophen fühlen, dann ist die anthroposophische Bewegung entstanden. Sie entsteht eigentlich als anthroposophische Bewegung im ganzen Menschen.“
Rudolf Steiner
In der Anthroposophischen Gesellschaft lebt ein besonderes Interesse für die konkreten Lebens- und Arbeitsfelder, die sich aus der Anthroposophie entwickelt haben. Durch die Freie Hochschule für Geisteswissenschaft im Mittelpunkt der Gesellschaft ist ein unmittelbarer Arbeitszusammenhang gegeben.
